Matcha-Tee Wirkung

Matcha Tee Wirkung

Was ist Matcha Tee? – Die heilsame Wirkung

Matcha Tee besitzt einen hohen Koffeingehalt. Im Gegensatz zum Kaffee wird bei diesem Tee das Koffein erst bei der Verdauung freigesetzt. So hält der anregende Effekt länger an. Im Zusammenspiel mit der im Tee enthaltenen Aminosäure Theanin entsteht eine harmonische Balance zwischen einer anregenden und entspannenden Wirkung. Für einen ungetrübten und klaren Geist, gesteigerte Konzentration und eine erhöhte Leistungsfähigkeit.

Generell ist die gesundheitsfördernde Wirkung des Matcha Tees legendär.  Das leuchtend grüne Pulver ist bekannt für eine hohe Konzentration an Antioxidanten. Antioxidanten schützen die Zellen des Körpers vor freien Radikalen. Freie Radikale sind eigentlich nützlich, schädigen den Körper aber in der Überzahl. Oxidativer Stress ist die Folge. Dann sind die freien Radikalen aggressiv,  gehen zum Angriff über, sorgen für eine schnelle Alterung und Degeneration der Zellen. Chronische Erkrankungen werden beschleunigt, im schlimmsten Fall entsteht Krebs. Matcha Tee wird nachgesagt, die Zellen vor freien Radikalen dank des hohen Anteils an Antioxidanten zu bewahren. Der Genuss des Matcha Tees ist aktive Gesundheitsfürsorge.

Rituale bereichern: Mit Matcha Wohlbefinden verschenken

Die meisten Menschen erfreuen sich an Ritualen. Sie geben Halt und strukturieren unseren Alltag. Rituale schenken uns Auszeiten zur Besinnung und Achtsamkeit. Deswegen ist es immer eine gute Idee, Matcha Tee zu verschenken, um Freunde und Bekannte die wundervolle Welt des jadegrüne Pulvers aufzuzeigen.

Das kostbarste Geschenk ist Zeit. Das Ritual des Matcha Teetrinkens ist kinderleicht und schenkt dabei Zeit zur Besinnung im Alltag. Ganze Sets zur Zubereitung mit Matcha Tee in einer edlen Dose, einer schönen Trinkschale samt traditionellen Bambuslöffel und Bambusbesen eignen sich wunderbar zum Verschenken. Nicht nur für traditionelle Teetrinker, sondern für alle Genussmenschen, die Wert auf die Gesundheit von Körper und Geist legen. Das Matcha Pulver wird in der vorgewärmten Schale mit rund 80 Grad heißem Wasser übergossen und mit dem Bambusbesen schaumig geschlagen. Das Bambuslöffelchen dient zur Abmessung. In der Regel reichen 1 bis 1,5 Gramm des jadegrünen Wunderpulvers. Die Dosierung erfolgt je nach persönlichem Geschmack. 

Matcha-Tee Wirkung

Fatburner und Hautverjünger Matcha

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass der tägliche Genuss des Matcha-Tees aufgrund seiner reichhaltigen Zusammensetzung gesundheitsfördernd ist. Japanischen Forschern zufolge fördern insbesondere die Katechine den Fettabbau im Körper – nicht umsonst schwören viele Hollywood-Stars während ihrer Schlankheitskuren auf das Trendgetränk. Für alle Sonnenanbeter und Outdoor-Sportler ist Matcha ein guter Hautschutz: Freie Radikale durch Sonneneinstrahlung schädigen die Zellmembranen der Hautzellen und lassen sie schneller altern. Die in Matcha enthaltenen Catechine wirken wie Antifaltencreme, da sie die Radikale daran hindern, in die Haut einzudringen und sie blass und faltig aussehen zu lassen.


Matcha Tee versus Absinth - Kultgetränk der Kreativen

Jede Epoche hat Ihre eigenen Drink. Für die Bohème. Für die Kreativen. Für neue Gedanken, Ideen und Impulse. Die Wiederentdeckung des Matcha Tees in Ateliers und Agenturen erinnert an den Mythos der grünen Fee: Absinth.

Die grüne Fee reloaded. Anderer Stoff, gleiches Gefühl. Matcha und Absinth sind Quellen der Inspiration. Zwei Seiten einer Medaille. Yin und Yang. Matcha trotzt vor Wunderwirkstoffen. Absinth verkörpert die Schattenseiten. Absinthismus führt zu Halluzinationen und Wahnsinn. Nach dem Absinth-Rausch taumelt die Welt in den ersten Weltkrieg.

Matcha hingegen steigert  Wohlbefinden, Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Das Getränk der Kreativen für unsere Zeit. Matcha Tee begleitet die Welt in die digitale Revolution. Wir befinden uns in einer Zeit  tiefgreifender Veränderungen. Das Internet ermöglicht Kommunikation auf allen Kanälen. Multitasking gehört zum Leben jetzt dazu. Matcha ermöglicht Wachheit, Klarheit und trotzdem Entspannung. Das grüne Wunderpulver ist die grüne Fee im neuen Gewand. Mit unschlagbaren Vorteilen: Matcha schützt Körper und Geist dank der einzigartigen Kombination einzelner Wirkstoffe.  Vitalität pur.

Mystische Rituale

Ihren ganz eigenen Charme versprühen die Getränke bereits vor dem eigentlichen Genuss.  Ein Ritual verleiht beinahe mystischen Glanz: Beim Absinth gehören der Absinthlöffel, kaltes Wasser und Würfelzucker dazu. Beim Matcha Tee sind es Bambuslöffel, Bambusbesen, rund 80 Grad heißes Wasser und eine Trinkschale.

Das Absinth-Ritual

Bei der modernen  tschechischen Trinkweise den Absinthlöffel quer über das Glas legen,  Würfelzucker darauf postieren, mit Absinth übergießen, anzünden und anschließend den karamellisierten  Zucker mit Wasser ablöschen und umrühren.

Das Matcha-Ritual

Beim Matcha Tee wird das grüne Pulver mit dem Bambuslöffel dosieren und in die Trinkschale füllen. Ungefähr 80 Grad heißes Wasser hinzuführen und mit dem Bambusbesen schaumig rühren.

Grün schillernde Renaissance im Rausch der Zeit

Beide Drinks blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. Absinth ist das Kultgetränk  des ausgehenden Fin de Siècle und der Zeit davor. Dichter, Denker , Maler, Künstler und Poeten erleben die Zeit vor dem ersten Weltkrieg als Zeit des Aufbruchs, Umbruchs und den unwiderruflichen Niedergang einer Ära. Eine Welt der Gegensätze. Ein Drahtseilakt, Leben zwischen Euphorie und Depression, Endzeitstimmung und überschäumender Lebensfreude.

Grundlegende Umwälzungen erschüttern auch die Gesellschaft. Nichts ist mehr wie es vorher war.  Fortschritt und Aufbruch liegen in der Luft. Die Kirche verliert stetig Macht und Einfluss, verkrustete Strukturen der  hierarchischen Gesellschaft lösen sich auf. Bereits um 1860 gibt es in Frankreich die grüne Stunde.  Der Genuss von Absinth in den späten Nachmittagsstunden ist Kult.

Die Welt verliert sich im Absinth Rausch. Die grüne Fee ist Muse, scheint allgegenwärtig.  Edgar Allan Poe, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Henri Toulouse-Lautrec, Paul Verlaine, Pablo Picasso und Charles Baudelaire frönen begeistert dem Absinth. Oscar Wilde schwärmt: „Absinthe has a wonderful color, green. A glass of absinthe is as poetical as anything in the world.”

Auf Triumph folgt Tragödie. Absinth ist mit dem Nervengift Thujon versetzt, Absinthismus wird zum Problem. Es folgt ein Verbot. Heute weiß man: Die Thujon -Mengen im Absinth sind verschwindend gering. Absinthismus ist Alkoholismus. Absinth taucht ab in den Untergrund.  Und wird begehrter denn je.

Das Geheimnis der letzten Samurai

Auf der anderen Seite der Welt befindet sic h zu jener Zeit Japan im Wandel. Die sogenannte Edo-Zeit bringt tiefgreifende Veränderungen mit sich. Die Kriegerkaste der Samurai verliert an Macht und Einfluss. Das Bürgertum etabliert einen eigenen Lebensstil.  Doch Zen-Ästhetik und die Teezeremonie überdauern auch unruhige Zeiten. Matcha Tee gehört dazu.

In der letzten Phase der Edozeit wächst der Druck. Das abgeschottete Japan muss sich dem Westen öffnen. Handelsbeziehungen folgen. Viel e Samurai sind empört. Ihr Ehrgefühl ist verletzt.  In Edo, dem späteren Tokio, kommt es zu Unruhen und Ausschreitungen.

1868 rüstet sich die berühmteste Samurai aller Zeiten für den Krieg. Nakano Takeko ist gerade 21 Jahre alt. Wie es die Tradition verlangt, schreibt die Kriegerin bei einer Tasse Matcha Tee ein Gedicht. Um im Falle ihres Todes der Welt etwas Schönes zu hinterlassen. Mit ihren Gefährtinnen stürzt sie sich in die Schlacht, nutzt den Moment der Überraschung, um mehrere Männer zu töten. Gegen die Gewehre haben die weiblichen Samurai jedoch keine Chance. Nakano Takeko stirbt im Kugelhagel. Der Welt bleibt ihr Gedicht: „Zu den berühmten Kriegern wage ich mich nicht zu zählen, doch teile ich mit ihnen das gleiche tapfere Herz.“

Ob Matcha Tee oder Absinth. Vielleicht ist es kein Zufall, dass beide Getränke wieder zur Jahrhundertwende auf sich aufmerksam machen. Seit Mitte der 1990er Jahre  ist Absinth frei verkäuflich. Auch Matcha verwandelt sich seitdem vom Geheimtipp zum Kultgetränk und findet immer mehr Anhänger in der westlichen Welt. Insgesamt verbucht Matchs einen klaren Punktsieg: Im Gegensatz zum Absinth besitzt Matcha keine Risiken und Nebenwirkungen. Im Gegenteil: Matcha steigert Vitalität und Wohlbefinden.


Matcha Tee versus Freie Radikale

Revolution im Körper - Ist Matcha ein Krebskiller?

Freie Radikale sind fiese Biester. Sie lassen uns ganz schön alt aussehen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. In unserem Körper schädigen sie Zellen und wir altern schneller. Müde Haut, Krampfadern bis hin zu Schlaganfall und Demenz drohen. Wird die DNA einer Zelle angegriffen, kann sie entarten. Die Folge: Krebs.

Unsere Lebensweise mit Fastfood und industriell gefertigter Nahrung unterstützt die Ausbereitung freier Radikaler. Chemie wie Lösungsmittel, Pflanzenschutzmittel sowie die Luftverschmutzung tun ihr Übriges.

Matcha gehört zu dem ultimativen Superfood im Kampf gegen die freien Radikalen. Die Antioxidantien im Matcha Tee schützen unsere Zellen. Deswegen wird die in Matcha enthaltenen Antioxidantien auch Radikalfänger genannt. Regelmäßiger Matchakonsum fällt unter die Kategorie Krebsvorsorge. Zwar gibt es keine eindeutigen medizinischen Belege, aber immer mehr Berichte über die positiven Effekte lassen aufhorchen.

Das im Matcha enthaltene Epigallocatechingallat (EGCG) erzielt positive Effekte zur Gesundheit der Gefäße. Bereits zwei Tassen Matcha Tee, die zum Essen getrunken werden, sollen reichen. EGCG hemmt Entzündungen, berichten Forscher.


Matcha Tee versus Faltencreme

Forever young - Ist Matcha tatsächlich ein Jungbrunnen?

Die wertvollen Inhaltsstoffe von Matcha Tee wirken wie ein Jungbrunnen. Das Besondere: Die Wirkung geschieht vom Inneren des Körpers aus. Im Gegensatz zu vielen Faltencremes geht es beim Genuss von Matcha nicht um ein kurzfristiges Pushen der Haut, sondern um eine umfassende Tiefenregeneration.

Faltencremes bekämpfen oft nur das Symptom für schlappe Haut: Falten. Matcha geht weiter. Die zahlreichen Vitamine und Antioxidantien, die in Matcha zu finden sind, gehen das Problem für müde Haut da an, wo es entsteht: Direkt im Körper. Matcha bekämpft die Ursache und nicht nur das Anzeichen. Für einen strahlend frischen Teint.

Matcha kann zwar die Zeit nicht aufhalten, gewinnt aber trotzdem. Weil es auf die inneren Werte ankommt. Viele Faltencremes sehen dagegen ziemlich alt aus.


Matcha Tee versus Diät

Weg mit dem Fett - Ist Matcha der ultimative Fettkiller?

Viele Diäten sind berüchtigt für ihren Jo-Jo-Effekt. Erst purzeln die Kilos und zack sind sie wieder drauf. Im Diät-Dschungel laust einen der Affe: Die ultimative Diät für jeden gibt es einfach nicht.

Gut, das Matcha bei jedem wirkt. Und zwar ersetzt Matcha keine Diät, wirkt aber begleitend und unterstützend. Matcha hilft beim Fettabbau und soll entschlackend wirken. Die im Matcha enthaltenen Katechine fördern das Abbauen von Fett im Körper. Viele Stars und Sternchen wie Schauspielerin Mila Kunis schwören auf die Unterstützung von Matcha Tee bei diversen Diäten. Aber wissenschaftlich bewiesen ist die Diätwirkung von Matcha Tee nicht. Generell wirken grüne Tees entschlackend auf den Körper. Die besonders im Matcha Tee enthaltenen Katechine fördern die schnelle Fettverbrennung. Vielleicht geht Abnehmen mit Matcha dank der Matcha-Wirkstoffe etwas schneller.  

Das Beste: Matcha sorgt für eine gehörige Portion Abwechslung: ob als Matcha Latte, Matcha Tee oder Matcha Smoothie oder Matcha Shake. 


Matcha Tee versus Energydrinks

Die Kollegen aus der Dose oder Matcha - Wer verleiht tatsächlich Flügel?

Zucker. Zucker. Zucker und Koffein. Das ist das Geheimnis von Energy Drinks. Koffein und Zucker gehen sofort ins Blut. Blutdruck und Puls steigen. Wir fühlen uns wach und fit. Doch die Wirkung verfliegt schnell. Bereits nach einer Stunde verpufft das Gefühl.

Stiftung Warentest hat Energy Drinks unter die Lupe genommen. Das Resultat ist ernüchternd: es gibt keine weiteren Zutaten, die Konzentration und Leistung steigern. Einzig und allein Koffein und Zucker entfalten ihre kurzfristige Wirkung.

Bei Matcha ist das anders. Das Matcha-Koffein geht nicht ins Blut, sondern erst im Verdauungstrakt wirkt das Matcha-Koffein auf den Körper. Der Vorteil: der wachmachende Effekt ist wesentlich dauerhafter. Zudem kommt es zu einem Zusammenspiel mit dem im Matcha enthaltenen L-Theanin. L- Theanin wirkt entspannend. So entsteht eine Allianz zwischen einer aufputschenden und einer entspannenden Wirkung. Wir werden nicht überdreht und hibbelig, sondern bekommen einen wachen und gleichzeitig entspannten Verstand. Und das für Stunden.


Teekultur heute

Alte Traditionen leben und lieben - Gemeinsames Erleben verbindet

Ein Zeichen der Gastfreundschaft. Das ist die Matcha-Tee-Zeremonie. Doch gemeinsam den Weg zu mehr inneren Gelassenheit zu finden, ist schwierig. Unsere Kultur hat es verlernt, zusammen zu schweigen und sich auf eine Sache zu konzentrieren.

Wer die „Matcha-Experience“ zusammen mit Freunden erleben möchte, kann Matcha mit der Kunst des Haikus kombinieren. Haikus sind traditionsreiche japanische Gedichte, die im Deutschen in der Regel aus drei Zeilen bestehen. Sowie Matcha Tee aufgrund seiner fast schon magischen Wirkung das Einhorn unter allen Tees ist, sind Haikus Gedichte, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben: ob vorgelesen oder selbst geschrieben.

Haikus sind vom Wesen her wie Seifenblasen. Mit unfassbarer Leichtigkeit schweben die Silben schillernd-geheimnisvoll auf dem Papier oder durch den Raum. Die Gedichte schildern in poetischen Bildern eine konkrete Momentaufnahme. Erst im Einklang mit den Gefühlen des Lesers oder Zuhörers entfalten Haikus ihre gesamte lyrische Kraft. Genauso wie das jadegrüne Matcha-Pulver erst als Tee oder Speise seine geballte Power preisgibt.


Haiku und Matcha sind wesensverwandt

Tee trinken und dichten – Matcha-Momente voller Poesie erleben

Haikus beschreiben stets einen konkreten Moment, sind voll auf die Gegenwart konzentriert und fokussieren den Moment. Deswegen sind Haikus ein gutes Sinnbild für das Gefühl der Matcha-Tee-Zeremonie. Gestern und morgen spielen keine Rolle. Es geht um Achtsamkeit und Wertschätzung des Augenblicks. Verstand und Gefühl sind fokussiert auf den gegenwärtigen Augenblick. Es zählt allein das Hier und Jetzt. Genau wie bei der Zubereitung und dem Genuss von Matcha Tee.

Hinter der konkreten Naturbeobachtung im Haiku verbergen sich weitere Dimensionen. Matsuo Bashō (1644-1694), berühmter Begründer und Dichter des Haikus, hat Zeilen über den Mond verfasst:

Wolken ziehen auf, dann und wann.
Das ist die Zeit, um ein wenig auszuruhen
von der Betrachtung des Mondes.

Der Vollmond als Kreis kann auch als Symbol für den Zen-Buddhismus interpretiert werden. Der Verfasser des Haikus, Matsuo Bashō, war Sprössling einer unbedeutenden Samurai-Familie. Eine militärische Karriere war nicht in seinem Sinne. Er studierte ZEN und zog sich in ein buddhistisches Kloster zurück. Seines Erachtens ist Poesie ein Weg zur Erleuchtung. Der Dichter vereint die großen Traditionen Japans: Samurai, Haiku, Zen-Buddhismus und die berühmte Tee-Zeremonie mit Matcha Tee in der Konzentration auf das jeweilige Tun, ergeben im Moment.     


Wanderer zwischen den Welten

Matcha als Symbol für Achtsamkeit im Augenblick – pur & unverfälscht

Der Zen-Buddhismus gibt sich ebenfalls ganz dem Augenblick hin, um spontan und intuitiv zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Wie bei der Zubereitung des Matcha Tees wird sich voll und ganz auf die jeweilige Beschäftigung konzentriert.  

Seit jeher ist die westliche Welt von Haiku, Matcha, Zen & Co fasziniert. Immer mehr sind auf der Suche. Nach mehr Ruhe. Nach mehr Gelassenheit. Die Sehnsucht nach dem Echten bildet einen Gegenpol zu unserer zunehmend digitalisierten Welt. Jenseits von Smartphone, Tablet und Social-Media geht um die Pflege von Freundschaften im echten Leben. Begegnung statt SMS. Unterhaltung statt Chat. Gemeinsames Erleben statt Computerspiel.

Wer seine Freunde zur japanischen Matcha-Tee-Zeremonie einlädt, setzt ein Zeichen für Respekt. Vorlesen oder das Selber Dichten von Haikus belebt und setzt spannende Akzente, die für reichlich Tiefgang sorgen. Und keine Angst vor Perfektion. Eine Tee-Zeremonie ist zwar ritualisiert, muss aber niemals ganz perfekt ablaufen. In Japan widmet sich ein Konzept des Unperfekten und Unvollständigen: Wabi-Sabi.


Die verborgene Schönheit des Unperfekten

Wabi-Sabi oder die Kunst des kleinen Makels – auf den Spuren der Matcha-Meister

Der Poet Leonard Cohen, der selber in einem buddhistischen Kloster bei Los Angeles die Kunst der Zen-Meditation studierte, hat den Zauber des Unperfekten in zwei Zeilen des Lieds „anthem“ eingefangen:

There is a crack in everything.
That´s how the light gets in.   

Da ist ein Riss, ein Riss in allem.
Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt.

Bei Wabi-Sabi geht es um die Wahrnehmung der Dinge. Der Reiz der Ästhetik liegt in der Vergänglichkeit. Erst die angeschlagene Ecke macht die Matcha Teeschale perfekt. Oder die Patina, also die grüne Schicht, die sich auf einem Kupferkessel bildet, veredelt das Metall. Es geht um leise Melancholie. Um stille Sehnsucht. Um die Vergänglichkeit des Seins. Im Fluss des Lebens bleibt nichts wie es ist. Das Geheimnis des Lebens liegt im stetigen Wandel. Erst die Spuren, die der Gebrauch und das Leben hinterlassen, machen die Dinge wirklich schön. Der vergängliche Schaum krönt Matcha Tee. Es geht um den Charakter der Dinge, um das Wesentliche. Wabi-Sabi ist nicht der Blick auf die schöne Fassade, sondern auf das eigentliche Wesen dahinter.   

Wabi-Sabi hat seinen Ursprung in den Mythen und Legenden rund um die Matcha-Tee-Zeremonie: Im 16. Jahrhundert wollte der spätere japanische Tee-Meister und Zen-Mönch 

Sen no Rikyū den Weg des Tees erlernen. Der Meister trug ihm auf, sich zuerst um den Garten rund um das Teehaus zu kümmern. Sen no Rikyū säuberte die Wasserbecken, schnitt die Bonsai-Bäume, pflegte alle Blumen und harkte die Kieswege. Als er fertig war, betrachtete Sen no Rikyū sein Werk.

Alles war perfekt. In seinen Augen zu perfekt.

Schnurtracks ging er zu einem Kirschbäumchen und schüttelte an den Ästen. Erst als ein paar Blütenblätter sacht zu Boden auf den Kiesweg segelten, erklärte er sein Werk für vollendet. Der Teemeister war begeistert und nahm Sen no Rikyū in seine Schule auf. Der Mönch bereicherte die Tee-Zeremonie um schlichte Eleganz und die Einfachheit des Seins. Edles Porzellan wurde zum Beispiel durch einfache Keramik aus dem Umland ersetzt.

Bei der eigenen Matcha Tee Zeremonie geht es also nicht um Perfektion, sondern um Achtsamkeit. Einfach tief durchatmen, den Dingen ihren Lauf lassen und neugierig sein auf das, was passiert. Durch Loslassen zu sich selbst finden ist eine Frage der Übung.

Selbst die alten Teemeister brauchten oft ein ganzes Leben, um diese Kunst zu perfektionieren oder um die Essenz der Tee-Zeremonie in den Worten von Sen no Rikyū auszudrücken:

„Obwohl viele Menschen Tee trinken
 – wenn Du den Weg des Tees nicht kennst,
wird der Tee Dich austrinken.“

Jetzt Matcha Tee bestellen und sich auf den Weg des Tees machen. Für ein zufriedenes und erfülltes Leben. Matcha Tee trinken ist der erste Schritt. So fühlt sich der Lebensstil der Samurai an. Auf zur eigenen Tee-Zeremonie mit Matcha, Haiku und Wabi-Sabi.