Matcha-Tee Zeremonie

Matcha Tee Zeremonie

Das Ritual der Tee-Zeremonie

Ein Bekenntnis zu absoluter Gastfreundschaft ist das Ritual der japanischen Tee-Zeremonie. Dabei steht nicht der gemeinsame Genuss von Grünem Tee im Vordergrund, sondern viel mehr die dahinterliegende Philosophie, die eng mit Zen-Buddhismus verwandt ist. Es geht um innere Einkehr, Selbstfindung und Besinnung im streng ritualisiertem Ablauf der japanischen Tee-Zeremonie, die oft am Anfang von wichtigen Beratungen steht.

Die festgelegte Durchführung läßt sich aber nicht von der Philosophie inspirieren, sondern auch von anderen Künsten wie Architektur, Gartenbau, Keramik und Malerei, die mit ihrer komplexen Vielschichtigkeit die klassische Tee-Zeremonie bereichern.

 

Matcha-Teezeremonie

Die Tradition

Im Gegensatz zu unserem Coffee to go, dauert eine japanische Tee-Zeremonie oft viele Stunden. Die Zeremonie findet im Teehaus statt, einem einfachen Gartenpavillon, der oft selbst von einem kleinen Garten mit Wasserbecken umgeben ist. Steinplatten führen zum Eingang des Pavillons. Dieser Weg, der sogenannte „Roji“ führt niemals in gerader Linie zum Teehaus. Die auf dem „Roji“ spazierenden Gäste erfahren hier Erleuchtung durch Loslösung vom Alltag.

Als Leiter der Zeremonie fungiert ein ausgebildeter Teemeister, der bis zu fünf eingeladene Gäste begleitet. Der Teemeister ist auch für die streng ritualisierte Zubereitung des Tees veranwortlich. Er hat die ehrenvolle Aufgabe alle Teilnehmer im Laufe der Zeremonie in Teemenschen, also „Chajin“ zu verwandeln. Teemenschen strahlen eine ruhige Gelassenheit aus und drängeln sich nicht in den Vordergrund, sondern nehmen sich zurück. Für einen gelebten achtsamen Umgang.

Im Wasserbecken reinigen die Gäste Mund und Hände, um sich von schlechtem Gerede (Mund) und bösen Taten (Hände) reinzuwaschen. Das Teehaus wird ohne Schuhe betreten. Es gibt keine Stühle, sondern das Sitzen erfolgt auf den Knien oder im Schneidersitz auf dem Boden. Eine Haltung mit Symbolcharakter: Alle Teilnehmer sind gleich, gesellschaftliche Grenzen schwinden, Demut und Respekt wird durch das Sitzen auf dem Boden ausgedrückt. Ein Gong wird fünfmal geschlagen, um die Teilnehmer in den Teeraum zu lotsen.

Der Charakter des „Chado“

Ein wichtiger Schlüsselbegriff ist „Chado“, der Teeweg, dem im wesentlichen vier Charaktereigenschaften zugeschrieben werden:  Wa (Harmonie), Kei (Respekt), Sei (Reinheit) und Jaku (Stille). Die seit Jahrhunderten festgelegten Handlungen symbolisieren diese Attribute auf dem Weg zur inneren Einkehr.

Ziel der Tee-Zeremonie

Seit Jahrhunderten ist Matcha Tee zentraler Bestandteil dieser Zeremonien, die Entschleunigung in den Alltag bringen. In unserer von Stress und Hetik geplagten Welt feiert die Tee-Zeremonie eine schillernde Renaissance. Längst bereichert sie in all ihrer Fülle und ästhetischen Poesie das urbane Lebensgefühl in Großstädten wie Hamburg, Berlin oder München. Für mehr Harmonie im Alltag.

Das grün leuchtende Matcha Pulver erobert in ihrem Kielwasser nicht nur die Metropolen Deutschlands, sondern wird überall immer populärer. Einmal gekostet, möchten die meisten Menschen auf die wohltuende Wunderwirkung des jadegrünen Pulvers nicht mehr verzichten. Die Tee-Zeremonie bietet mit all seinen abgewandelten Formen einen exklusiven Rahmen für den Genuss des Kultgetränks.